Energie
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Quelle: Hightechzentrum Aargau

08.04.2026
zVg/MP

Freie Fahrt für die Kreislaufwirtschaft

Der digitale Produktpass kommt und viele Branchen werden davon betroffen sein. Dazu informierte das Hightech Zentrum Aargau.

Das Hightech Zentrum Aargau unterstützt Unternehmen bei ihren Innovationsprojekten. Aber eben nicht nur: «Die Wissensvermittlung zu technologierelevanten Änderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen gehört auch zu unserem Auftrag», erklärt Reto Eggimann, der Fachverantwortliche Kreislaufwirtschaft beim HTZ.

 

Deshalb fanden in Brugg bereits Veranstaltungen zu den fluorierten Verbindungen PFAS, zur Zulassung von Medizinprodukten oder zur Verpackungsverordnung der EU statt. Aber auch zum digitalen Produktpass (DPP) liessen sich rund 50 Besuchende informieren, denn der DPP bildet einen Eckpfeiler des so genannten «European Green Deal», der den europäischen Binnenmarkt bis 2050 kreislauffähig und klimaneutral machen soll.

 

Digitaler Pass

Der digitale Pass muss für jedes Produkt online abrufbar sein. Enthalten soll er maschinenlesbare Daten zu den verwendeten Stoffen; ausserdem Reparaturanleitungen, Ersatzteilformationen sowie technische Daten für Recyclingbetriebe. Im Eingangsreferat informierte Paula Wey vom Staatssekretariat für Wirtschaft Seco über den Stand der Dinge in Bundesbern. Die ersten Gesetzesvorlagen sollen noch dieses Jahr in die Vernehmlassung gehen.

 

Geklärt werden muss unter anderem, ob die Schweiz eine DPP-analoge Lösung kreiert oder ob sie sich dem europäischen System anschliesst. Das primäre Ziel sei es, so Wey, Handelshemmnisse für Schweizer Unternehmen zu vermeiden.

Dass der DPP nicht nur eine regulatorische Pflicht ist, sondern zu einer Chance werden kann, betonten Vertreter der Beratungs- und Softwarebranche. Insbesondere im Bereich Kundenbindung habe der «Datencontainer» DPP viel Potential.

 

Vorbereitungen zur DPP-Einführung

Abschliessend gaben der Elektromotorenhersteller Maxon Group und der Baumaterialhersteller Creabeton Einblicke in ihre betrieblichen Vorbereitungen auf die DPP-Einführung. Das Fazit beider Unternehmen lautete, dass die zentrale Herausforderung die Zusammenführung und Aufbereitung der erforderlichen Daten sei.

 

Im Februar 2027 wird der digitale Produktpass für Batterien in Autoantrieben und Stromspeichermodulen obligatorisch. Danach soll die DPP-Pflicht schrittweise auf andere Produktegruppen ausgedehnt werden. Für den HTZ-Innovationsexperten Reto Eggimann ist deshalb klar: «Wir bleiben dran an dem Thema».


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